Trump's ehemaliger Fed-Kandidat Kevin Warsh gerät inmitten der ICE-Kontroverse in die Kritik
Das ehemalige Mitglied des Federal Reserve Board of Governors, Kevin Warsh, der einst von dem damaligen Präsidenten Donald Trump als Vorsitzender des Board of Governors des Federal Reserve Systems nominiert wurde, steht inmitten der wachsenden Kontroverse um Immigration and Customs Enforcement (ICE) erneut in der Kritik. Laut Time nominierte Trump Warsh, nachdem der Druck auf die Fed, die Zinssätze zu senken, monatelang zugenommen hatte.
Trump gab seine Nominierung von Warsh an einem Freitagmorgen bekannt und erklärte: "Ich freue mich, bekannt zu geben, dass ich Kevin Warsh als Vorsitzenden des Board of Governors des Federal Reserve Systems nominiere. Ich kenne Kevin schon seit langer Zeit und habe keinen Zweifel daran, dass er als einer der großen Fed-Vorsitzenden in die Geschichte eingehen wird, vielleicht sogar als der beste... er wird Sie nie im Stich lassen." Warsh, 55, war von 2006 bis 2011 Mitglied des Fed's Board of Governors. Trump suchte einen Kandidaten, der den Märkten freundlich gesinnt war und auch mit ihm darin übereinstimmte, die Zinssätze drastisch zu senken. Warsh traf sich Berichten zufolge am Donnerstag mit Trump im Weißen Haus, wie eine Quelle gegenüber Time mitteilte.
Die erneute Kritik kommt, da ICE zunehmend kritisiert wird und Reformforderungen laut werden. Laut Vox fordern die Demokraten Reformen, die sich auf die Beendigung von Durchsuchungen ohne Durchsuchungsbefehl, die Einschränkung aggressiver Taktiken und die Erhöhung der Rechenschaftspflicht konzentrieren. Eine Reihe von aktuellen Umfragen verdeutlichen, wie unbeliebt ICE geworden ist: Fast die Hälfte der Wähler sagt, dass sie Immigration and Customs Enforcement gerne abschaffen würden, so Vox.
Die Kontroverse um ICE verschärfte sich nach dem Tod von Alex Pretti, einem 37-jährigen Krankenpfleger der Veterans Affairs, der am 24. Januar in Minneapolis von Bundesagenten erschossen wurde. Trump bezeichnete Pretti in einem Post auf Truth Social am frühen Freitagmorgen als "Agitator und vielleicht Aufständischen", so Time. Trumps Post bezog sich auf Aufnahmen, die Pretti zeigen, wie er angeblich einem ICE-Beamten ins Gesicht schreit und spuckt und ein Regierungsfahrzeug tritt. "Es war eine ziemliche Zurschaustellung von Missbrauch und Wut, für alle sichtbar, verrückt und außer Kontrolle", schrieb Trump.
Die Vorfälle mit ICE haben breitere Diskussionen über Menschenrechte und ein ordnungsgemäßes Verfahren ausgelöst. Die Situation erinnert laut Time an Kämpfe gegen Diktaturen, wobei Beispiele für maskierte Sicherheitskräfte angeführt werden, die rechtmäßige Proteste verhindern, Menschen in Haftanstalten verschwinden lassen, Menschen ohne ordnungsgemäßes Verfahren abschieben, ihnen den Zugang zu Anwälten und Familien verweigern und sie auf der Straße töten.
Discussion
Join the conversation
Be the first to comment